[10] Götze, Mario

      indiegasse schrieb:

      Die Geschichte um Guardiola glaube ich sofort. Alle himmeln den an


      Nö.

      indiegasse schrieb:

      nd trauen sich ncht mal zu hinterfragen warum dieser Agent das erklärte Ziel die CL zu gewinnen trotz einer Milliardeninvestition noch immer nicht erreicht hat.


      Doch.

      indiegasse schrieb:

      Bezeichnend ist sein Streit mit Müller -Wohlfahrt ,der bestätigt ,daß die katalonische Trainergurke ein Klugscheisser ist ,der für den Erfolg auch die Gesundheit der Spieler riskiert.


      Klingt jetzt verquer, aber gerade das ist einer der Punkte, die mir Götzes Darstellung des Erkrankungshergangs unglaubhaft erscheinen lassen – mit Guardiolas Vorgeschichte passt das zu sehr wie die Faust auf's Auge, ohne dass aber der Rest stimmig wäre (siehe Erläuterungen oben). Wirkt für mich alles wie eine schlecht durchdachte Image-Story.
      "Muss denn so was wirklich sein? / Ist das Leben nicht viel zu schön? / Sich selber so wegzuschmeißen / und zum FC Bayern zu gehen! / Was für Eltern muss man haben, / um so verdorben zu sein, / einen Vertrag zu unterschreiben / bei diesem Scheissverein?"

      Pat schrieb:

      Es ist so lächerlich. Immer den Finger heben und auf andere zeigen. Dass der es überhaupt wagt, sich über Guardiolas mangelnde Empathie zu beklagen, nachdem er Empathie-Monster Klopp gesagt hatte, dass er lieber für den besten Trainer der Welt spielen möchte, ist rotzendreist.


      +1

      Die Äußerung gegenüber Klopp war für mich der Anlass, keinen weiteren Gedanken an MG zu verschwenden.

      Pat schrieb:

      BengieHTC schrieb:

      Guardiola trieb das Jahrhunderttalent in die Krankheit t.co/eSZPv58MzY t.co/nalRuD6ZZq

      Aufschlussreiches Interview mit Aljoscha Pause


      Es ist so lächerlich. Immer den Finger heben und auf andere zeigen. Dass der es überhaupt wagt, sich über Guardiolas mangelnde Empathie zu beklagen, nachdem er Empathie-Monster Klopp gesagt hatte, dass er lieber für den besten Trainer der Welt spielen möchte, ist rotzendreist.


      lässt du dich immer so leicht von einer Überschrift leiten? Die ist reißerisch und will nur Klicks. Im Text behauptet Götze nix dergleichen, nur der Regisseur sagt, dass Götze unter Pep viel mehr trainiert hat, als ihm letztlich gut getan hat.
      Das hätte aber auch jederzeit sonst passieren können. Dass ein SPieler mehr trainiert, weil er vom Trainer nicht berücksichtigt wird, sehe ich eher als starken Charakterzug an. Ich kann nicht erkennen, wo Pep direkt verantwortlich gemacht hat. War wohl eher Zufall, dass es in der Zeit in München passiert ist.
      Im Nachhinein haben es immer alle vorher gewusst.

      "Ich glaube nicht, dass die Angst vorm Verlieren dich eher zum Sieger macht, als die Lust aufs Gewinnen." (Jürgen Klopp)

      Telemach schrieb:


      lässt du dich immer so leicht von einer Überschrift leiten? Die ist reißerisch und will nur Klicks. Im Text behauptet Götze nix dergleichen, nur der Regisseur sagt, dass Götze unter Pep viel mehr trainiert hat, als ihm letztlich gut getan hat.
      Das hätte aber auch jederzeit sonst passieren können. Dass ein SPieler mehr trainiert, weil er vom Trainer nicht berücksichtigt wird, sehe ich eher als starken Charakterzug an. Ich kann nicht erkennen, wo Pep direkt verantwortlich gemacht hat. War wohl eher Zufall, dass es in der Zeit in München passiert ist.


      @Telemach: Es wäre ganz nett, wenn du langsam mal in deinen Kopf bekämst, dass auch andere Leute lesen können und nicht alle außer dir blöd sind. Wessen Sprachrohr ist der Regisseur denn bitteschön und von wem hat er die Informationen, die er da zum Besten gibt, erhalten? Er gibt doch nur das wieder, was ihm Götze gesteckt hat. Ich könnte mir vorstellen, dass die entsprechenden Passagen auch in der Doku auftauchen, ohne es allerdings zu wissen.

      Telemach schrieb:


      Ich kann nicht erkennen, wo Pep direkt verantwortlich gemacht hat. War wohl eher Zufall, dass es in der Zeit in München passiert ist.


      "Die Nichtbeachtung von Guardiola frustrierte Mario so extrem, dass er immer mehr trainierte." Gesamten Text lesen, you know :whistling:
      "Muss denn so was wirklich sein? / Ist das Leben nicht viel zu schön? / Sich selber so wegzuschmeißen / und zum FC Bayern zu gehen! / Was für Eltern muss man haben, / um so verdorben zu sein, / einen Vertrag zu unterschreiben / bei diesem Scheissverein?"

      Socke schrieb:

      Also ich find den Spot für Samsung mal richtig Scheiße. Mehr Pathos und Kitsch haben da nicht hereingepasst, oder? Nichts gegen Cash und seine Cover-Version von Hurt, ist eigentlich ein genialer Song, doch in dem Zusammenhang wirkt es irgendwie lächerlich.


      1:1 meine Sicht. Ich habe drei verschiedene Versionen von "Hurt" auf dem Handy und finde den Song in diesem Spot trotzdem und erstmalig scheiße, weil der Spot aus den außergewöhnlich tiefsinnigen Lyrics Kitsch-Pathos macht.
      "Muss denn so was wirklich sein? / Ist das Leben nicht viel zu schön? / Sich selber so wegzuschmeißen / und zum FC Bayern zu gehen! / Was für Eltern muss man haben, / um so verdorben zu sein, / einen Vertrag zu unterschreiben / bei diesem Scheissverein?"
      @Pat: Es macht aber in der Tat den Eindruck, als ob du das Interview nicht gelesen hast. Das war auch meine erste Reaktion als ich deinen Rant gelesen habe. Grund: Du machst ja Mario diese Empathiegeschichte zum Vorwurf. Im Interview wird klar gesagt, dass es Mathias Sammer war, der dies so in der Doku in Bezug auf Pep geäußert hat. Also anders als du es darstellst.
      Jeder Mensch mit einer neuen Idee ist ein Spinner, bis die Idee Erfolg hat.
      ---- Mark Twain ----

      Skeletor schrieb:

      @Pat: Es macht aber in der Tat den Eindruck, als ob du das Interview nicht gelesen hast. Das war auch meine erste Reaktion als ich deinen Rant gelesen habe. Grund: Du machst ja Mario diese Empathiegeschichte zum Vorwurf. Im Interview wird klar gesagt, dass es Mathias Sammer war, der dies so in der Doku in Bezug auf Pep geäußert hat. Also anders als du es darstellst.


      Das Zitat aus dem Interview: "Wo er zunehmend Verletzungsprobleme hatte, wo er bei Guardiola immer weniger eine Rolle gespielt hat bis dahingehend, dass er ihn in den entscheidenden Spielen nicht einsetzte und ihm auch wirklich nicht mit Empathie begegnet ist, was Matthias Sammer auch ganz deutlich sagt." Dort steht für mich nicht, dass die Empathie-Aussage von Sammer stammt, sondern dass sie von Sammer bekräftigt wurde ("auch"). Ich bin deshalb davon ausgegangen, dass der Regisseur hier grundsätzlich Götzes Informationen weitergibt und sein Argument damit unterstreicht, dass es Sammer genauso sieht. Kann natürlich sein, dass es anders gemeint war, aber wenn ich nur die Worte betrachte, bin ich nicht bei deiner Lesart.

      Was anderes: Du hattest mich ja mal gefragt, woran ich das festmache, dass sich Götze in den Medien unverhältnismäßig selbst präsentiert. Schau dir die aktuelle Situation an: Die Saison ist vorbei, Götze macht Urlaub und sportlich spielt er aktuell keinerlei Rolle. Trotzdem ist er in den Medien omnipräsent und das auch nicht so, dass sich künftig weniger Leute an ihm reiben werden.
      "Muss denn so was wirklich sein? / Ist das Leben nicht viel zu schön? / Sich selber so wegzuschmeißen / und zum FC Bayern zu gehen! / Was für Eltern muss man haben, / um so verdorben zu sein, / einen Vertrag zu unterschreiben / bei diesem Scheissverein?"
      Gut, kann man so sehen. Ich sehe es noch anders. Da müsste man die Doku gucken, um das letztendlich zu prüfen.

      Zum Rest: Als jemand der schon mehere Dokus gedreht hat, muss ich sagen, dass es doch rein gar nichts aussagt. Die Doku wäre so oder so rausgekommen, selbst wenn Götze gerade in Topform wäre und statt Urlaub mit der Nationalmannschaft unterwegs wäre. Natürlich kann man sagen, dass er dazu immernoch hätte nein sagen können, aber ich findeces sehr mutig, dass er sich der Anfrage gestellt hat.

      Ich finde nicht, dass sich Götze unverhältnismäßig selbst inszeniert. Die Doku wirkt nicht wie eine Glorifizierung der Person Mario Götze. Es ist genau das Gegenteil. Über den Spot kann man geteilter Meinung sein. Ich finde ihn nicht schlecht. Er sähe aber wohl anders aus, wenn er bei der WM dabei gewesen wäre.

      Grundsätzlich bin ich sehr an der Doku interessiert, denn ich glaube, dass es keine bessere Möglichkeit für uns gibt die Person hinter dem Fußballer tatsächlich mal kennenzulernen. Mit Furunkeln und allem.
      Jeder Mensch mit einer neuen Idee ist ein Spinner, bis die Idee Erfolg hat.
      ---- Mark Twain ----
      ich hab mir gestern mal die ersten 3 von insgesamt 4 teilen angesehen und ich muss sagen, dass kann man so machen...auch wenn ich denke, dass eine faire bewertung erst nach marios karriere stattfinden wird...ein solches format für einen spieler mit 26 jahren, der auch irgendwie unvollendet wirkt, erinnert ein wenig an lahms biografie noch zu spielerzeiten...aber: die doku vermittelt auch, dass dieser junge mann mit 26 jahren, respektive 9 jahre profidasein, inhaltlich mehr erlebt hat, als andere profifussballer jemals erleben werden...so reift bei mir die hoffnung, dass die doku auch ein schlussstrich unter dieser geballten erfahrungswelt, mit all seinen extremen, und somit ein neustart im dienste des menschen, des sportlers m.g., als auch des BVB sein kann...

      teil der doku ist natürlich auch die reflexion der 3 stationen (BVB, n11, und die anderen) inkl. trainer...ich empfand Götzes aussagen sehr aufgeräumt und eher nicht als transport von verantwortlichkeit weg von der eigenen person...in pep sieht er fachlich den besten trainer aber menschlich defizitär...während er kloppo als fussballvater bezeichnet...damit kann ich leben...

      kritikwürdig empfand ich, dass er den wechsel zu den bauern nicht als fehler sieht...er hätte dadurch viel gelernt...kritikwürdig deshalb, da er in der doku klar formuliert, dass die veröffentlichung des wechsels einen tag vor madrid, einzig und allein durch die bayern lanciert wurde...durch diese erkenntnis sollte sich eigentlich ein f.f. aufarbeiten aufdrängen...nämlich die instrumentalisierung des m.g. durch gekränkte großkopferten münchner vereinsbosse...denen es nur sekundär um die eigene kaderverstärkung ging, sondern primär darum, dem BVB das herz rauszureisen...was ihnen auch gelungen ist...aber wie gesagt, der junge ist 26 jahre jung...

      fazit: empfehlenswert
      "Wenn man einem Menschen trauen kann, erübrigt sich ein Vertrag. Wenn man ihm nicht trauen kann, ist ein Vertrag nutzlos."
      John Paul Getty

      :S






      Wo gestern noch ein Licht war, ist heut' kein Licht mehr sichtbar.
      Ist unser Leuchtturm ausgebrannt?
      Weil alles auf dem Spiel steht und keiner weiß mehr wie das Spiel geht und keiner weiß wo lang.
      Ist unser Leuchtturm ausgebrannt?
      Leuchtturm (Jennifer Weist und Peter Maffay)
      Jegliche Gemeinsamkeiten mit der momentanen Situation sind rein zufällig.



      CrazyBirds schrieb:

      Dass SG jedoch damit auch aufs Götzbashing aufspringt, find ich nicht so toll.


      Also wenn das schon Bashing ist.
      Dass man solch ein Filmprojekt, sagen wir gewöhnungsbedürftig findet, darf ja wohl noch erlaubt sein.
      ​Mein Hit ist übrigens "Henrik Mkhitaryan - Endlich beim Traumverein" Teil I - IV.
      Wo gestern noch ein Licht war, ist heut' kein Licht mehr sichtbar.
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      Weil alles auf dem Spiel steht und keiner weiß mehr wie das Spiel geht und keiner weiß wo lang.
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      Leuchtturm (Jennifer Weist und Peter Maffay)
      Jegliche Gemeinsamkeiten mit der momentanen Situation sind rein zufällig.



      Pat schrieb:

      Telemach schrieb:


      lässt du dich immer so leicht von einer Überschrift leiten? Die ist reißerisch und will nur Klicks. Im Text behauptet Götze nix dergleichen, nur der Regisseur sagt, dass Götze unter Pep viel mehr trainiert hat, als ihm letztlich gut getan hat.
      Das hätte aber auch jederzeit sonst passieren können. Dass ein SPieler mehr trainiert, weil er vom Trainer nicht berücksichtigt wird, sehe ich eher als starken Charakterzug an. Ich kann nicht erkennen, wo Pep direkt verantwortlich gemacht hat. War wohl eher Zufall, dass es in der Zeit in München passiert ist.


      @Telemach: Es wäre ganz nett, wenn du langsam mal in deinen Kopf bekämst, dass auch andere Leute lesen können und nicht alle außer dir blöd sind. Wessen Sprachrohr ist der Regisseur denn bitteschön und von wem hat er die Informationen, die er da zum Besten gibt, erhalten? Er gibt doch nur das wieder, was ihm Götze gesteckt hat.


      Mir kam es eben, genau wie Skeletor, so vor, als hättest du (erstmal) nur die Überschrift gelesen und das hat mich geärgert, weil ich erwarte, dass du als kritischer Zeitgenosse nicht auf sowas reinfällst. Und wenn du darauf reinfällst, kann ich es mir nur so erklären, dass du es so lesen willst, weil du Götze die ganze Zeit schon Selbstdarstellung vorwirfst und ihm keine Selbstkritik zutraust, nicht weil du blöd bist.

      Pat schrieb:


      Telemach schrieb:


      Ich kann nicht erkennen, wo Pep direkt verantwortlich gemacht hat. War wohl eher Zufall, dass es in der Zeit in München passiert ist.


      "Die Nichtbeachtung von Guardiola frustrierte Mario so extrem, dass er immer mehr trainierte." Gesamten Text lesen, you know :whistling:


      Hab ich ;) Das heißt für mich trotzdem nicht, dass er Gardiola die Schuld an der Erkrankung gibt. Natürlich hängt es mit Pep zusammen, aber wäre Mario komplett gesund gewesen oder hätte sich auch Ruhepausen gegönnt, dann wäre es ja nicht passiert. Ich sehe da keine Schuldzuweisung. Am ehesten gibt der Regisseur Götze selbst die Schuld "Er [Götze] hat sich keine Regeneration gegönnt und den Stopp-Knopf nicht mehr gefunden."

      Könntest du da mitgehen?

      Dass er diese tolle Lied im Spot verwendet, finde ich auch doof, aber was soll man machen, die Musik gehört jedem.
      Im Nachhinein haben es immer alle vorher gewusst.

      "Ich glaube nicht, dass die Angst vorm Verlieren dich eher zum Sieger macht, als die Lust aufs Gewinnen." (Jürgen Klopp)

      Bdn130671 schrieb:

      CrazyBirds schrieb:

      Dass SG jedoch damit auch aufs Götzbashing aufspringt, find ich nicht so toll.


      Also wenn das schon Bashing ist.
      Dass man solch ein Filmprojekt, sagen wir gewöhnungsbedürftig findet, darf ja wohl noch erlaubt sein.
      ​Mein Hit ist übrigens "Henrik Mkhitaryan - Endlich beim Traumverein" Teil I - IV.


      Ich fand das jetzt auch nicht so schlimm, denn schließlich wird nicht nur Götze, sondern viele weitere durch den Kakao gezogen.
      Im Nachhinein haben es immer alle vorher gewusst.

      "Ich glaube nicht, dass die Angst vorm Verlieren dich eher zum Sieger macht, als die Lust aufs Gewinnen." (Jürgen Klopp)

      Telemach schrieb:


      Mir kam es eben, genau wie Skeletor, so vor, als hättest du (erstmal) nur die Überschrift gelesen und das hat mich geärgert, weil ich erwarte, dass du als kritischer Zeitgenosse nicht auf sowas reinfällst. Und wenn du darauf reinfällst, kann ich es mir nur so erklären, dass du es so lesen willst, weil du Götze die ganze Zeit schon Selbstdarstellung vorwirfst und ihm keine Selbstkritik zutraust, nicht weil du blöd bist.


      Wenn du von mir erwartest, dass mir so etwas nicht passiert, wundere ich mich eben, weshalb du dann trotzdem davon ausgehst ;) Es gibt unterschiedliche Ansichten und Lesarten – das sollte man sich beim Diskutieren immer vor Augen führen. Wenn man jemandem unterstellt, vom Diskussionsthema keine Ahnung zu haben (z.B. weil man einen diskutierten Text nicht gelesen habe), empfinde ich das nicht als die feine Art und darüber habe eben ich mich geärgert. Aber Schwamm drüber :beerdrink:
      "Muss denn so was wirklich sein? / Ist das Leben nicht viel zu schön? / Sich selber so wegzuschmeißen / und zum FC Bayern zu gehen! / Was für Eltern muss man haben, / um so verdorben zu sein, / einen Vertrag zu unterschreiben / bei diesem Scheissverein?"

      Bdn130671 schrieb:

      CrazyBirds schrieb:

      Dass SG jedoch damit auch aufs Götzbashing aufspringt, find ich nicht so toll.


      Also wenn das schon Bashing ist.
      Dass man solch ein Filmprojekt, sagen wir gewöhnungsbedürftig findet, darf ja wohl noch erlaubt sein.
      ​Mein Hit ist übrigens "Henrik Mkhitaryan - Endlich beim Traumverein" Teil I - IV.


      Fand ich auch super, sind aber noch viele andere schöne Ideen dabei :thumbsup:

      Der Begriff "Bashing" kommt hier ja leider immer wieder auf, sobald irgendjemand vermehrt kritisiert wird, den andere nicht so kritisch sehen. Finde ich sehr schade, weil dieser Begriff die Meinung der Kritiker schlicht disqualifiziert und ihre Argumentation als unsinnig, weil irrational motiviert abwertet. Es gibt Personalien im Verein, die von anderen viel kritisiert werden und die ich deutlich positiver sehe. Trotzdem käme ich nicht auf die Idee, die Meinung Vieler einfach als Bashing abzutun. Wenn Viele eine Meinung äußern, die mir zunächst unsinnig erscheint, versuche ich, mich in ihre Argumentation hineinzudenken und komme dann meist zu dem Schluss, dass was dran ist. Selbst bei der AfD, Pegida und Konsorten – ihre Weltanschauungen lehne ich grundsätzlich ab, trotzdem halte ich es für überheblichen Unsinn, alles wegzuwatschen, was aus dieser Richtung kommt, weil viele Kritikpunkte schlicht zutreffend sind, reale Ängste vieler Bürger betreffen und häufig viel zu lange politisch wie medial unter den Tisch gekehrt wurden.
      "Muss denn so was wirklich sein? / Ist das Leben nicht viel zu schön? / Sich selber so wegzuschmeißen / und zum FC Bayern zu gehen! / Was für Eltern muss man haben, / um so verdorben zu sein, / einen Vertrag zu unterschreiben / bei diesem Scheissverein?"
      Von MG haben alle besonders viel erwartet und so wie er sich zu Beginn bei uns präsentiert hat auch zu recht.Das war schon erste Sahne ,nicht nur in den Jugendteams sondern auch mit Marco ,Lewa und Shinji zusammen. Sein unglaubliches Talent ist sicher nur verschüttet und in den nächsten Jahren können wir uns auf den MG freuen der an der oberen Grenze seiner Möglichkeiten spielt.
      Ich habe bei einigen und auch bei dir selten wirklich das Gefühl, dass an das Thema von einem neutralen oder nüchternen Standpunkt aus herangegangen wird. Stattdessen wirkt es meistens so, dass Götze alles was er macht im Hals herumgedreht wird, um ihm das zum Vorwurf zu machen. Es werden sofort immer Angriffe draus. Sagt er nix, dann ist das schlecht. Sagt er was, dann wird ihm das auch zum Vorwurf gemacht. Das empfinde ich in dieser konzentrierten Form schon als Bashing. Das ist kein Vorwurf an euch. Ich verstrhe schon, warum das schwierig für einige ist. Es ist nur eine Feststellung und Erklärung, wieso ich von der Diskussion etwas arg gefrustet bin momentan.

      Ich wünsche mir in dieser Diskussion etwas mehr Neutralität und eben auch etwas Wille, sich mit Götze auseinanderzusetzen zu wollen, ohne ihm immer direkt sofort irgendwelche niederen Absichten zu unterstellen.

      Die Doku ist eigentlich die richtige Ausgangsposition, um sich mal neutral mit ihm zu befassen und um zu versuchen zumindest seine Seite zu verstehen oder sein eigenes Bild von Götze auch mal zu hinterfragen.

      Ich fänd es klasse.

      Ich sehe ihn ja auch in Teilen kritiisch, auch wenn man das bei mir vielkeicht nicht immer herausliest.
      Jeder Mensch mit einer neuen Idee ist ein Spinner, bis die Idee Erfolg hat.
      ---- Mark Twain ----

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Skeletor“ ()

      Skeletor schrieb:

      Ich habe bei einigen und auch bei dir selten wirklich das Gefühl, dass an das Thema von einem neutralen oder nüchternen Standpunkt aus herangegangen wird. Stattdessen wirkt es meistens so, dass Götze alles was er macht im Hals herumgedreht wird, um ihm das zum Vorwurf zu machen.


      Ich glaube, das liegt an unterschiedlichen Grundansichten. Wenn du kein grundsätzliches Problem in Götzes Medienauftritten siehst, dann ist jede Wortmeldung zu seiner Öffentlichkeitsarbeit eine, die deiner Meinung entgegen steht und dir damit sicherlich deutlicher auffällt. Was sich mMn nicht leugnen lässt, ist, dass die Häufigkeit dieser Wortmeldungen (auch) direkt auf Götzes zahlreiche Aktivitäten abseits des Platzes zurückzuführen ist. Denn ohne Futter kein Fressen.

      Schaut man sich frühere Beiträge an, kann ich von mir behaupten, dass ich keineswegs immer nur Kritik an Götze geübt habe. Als er kam, habe ich hinterfragt, ob er uns noch mal weiterbringen kann, weil ich damals schon befürchtete, dass er satt sein könnte und sich mehr um seine Medienauftritte schert als um die Leistung auf dem Platz. In seiner Anfangsphase beim BVB vermittelte Götze aber, dass er geläutert sei. Er nahm sich öffentlich zurück und ließ auch einigermaßen regelmäßig vernünftige bis gute Leistungen für sich sprechen. Das habe ich damals genauso gelobt, wie ich heute kritisiere, dass sich beide Punkte (Öffentlichkeitsauftritte und Leistung) wieder sehr deutlich in die entgegengesetzte Richtung bewegen. Worum es mir dabei aber letztlich immer geht, ist der Verein. Ich habe den starken Eindruck, dass Götze nicht den zu erwartenden Fokus auf seinen Hauptjob in unserem Verein legt und das stinkt mir als BVB-Fan schlicht und ergreifend, weil ich weiß, was für ein großartiger Fußballer in ihm steckt. Wenn ich nichts von ihm halten würde, wäre mir die Personalie die ganzen Diskussionen gar nicht wert.

      Unabhängig davon gebe ich gerne zu, dass ich mit dem Menschenschlag, den Götze in seinem Auftreten und mit seinen demonstrierten Wertvorstellungen für mich verkörpert, so überhaupt nichts anfangen kann. Das hängt u.a. auch damit zusammen, dass ich in Interviews nie den Eindruck habe, den echten Mario Götze zu sehen, sondern immer ein sehr dezidiertes Medien-Ich.
      "Muss denn so was wirklich sein? / Ist das Leben nicht viel zu schön? / Sich selber so wegzuschmeißen / und zum FC Bayern zu gehen! / Was für Eltern muss man haben, / um so verdorben zu sein, / einen Vertrag zu unterschreiben / bei diesem Scheissverein?"
      Womit du auf jeden Fall Recht hast – und da liegen sowohl eine Teilbestätigung als auch eine Begründung für deinen Eindruck drin –, ist, dass es mir bei Götze schneller gegen den Strich geht, wenn er solche Dinger wie die Doku oder den Spot macht. Wenn so etwas ein anderer unserer Spieler, dessen Leistung stimmt, zum ersten Mal machen würde, wäre ich irritiert, würde mich aber nicht darüber aufregen. Bei Leuten, deren Leistungen schwer zu wünschen übrig lassen, bin ich aber der Auffassung, dass sie in einer solchen Phase die Füße stillhalten und sich auf das Wesentliche konzentrieren sollten. D.h. wenn Leute wie Schürrle oder Bürki oder auch einfach Jungspunde wie Sancho oder Isak zu diesem Zeitpunkt mit so einer Doku um die Ecke kämen, würde ich sie nicht weniger dafür kritisieren als Götze.

      In den Monaten, in denen Götze an der Doku mitgewirkt hat, war er auf dem Platz mMn ein Schatten seiner Selbst – und zwar noch weitaus mehr als in der auch schon viel kritisierten Vorrunde, die ich noch überwiegend passabel fand. Da muss es keinen Zusammenhang geben, ausschließen kann man den aber genauso wenig. Schon Johan Cruyff, einer der wichtigsten Fußballvisionäre aller Zeiten, sagte: "Fußball gewinnt man mit dem Kopf." Wenn du den Kopf als Spieler voller anderer Dinge hast, spielst du nach meiner Erfahrung nicht auf maximalem Level. Bei mir persönlich macht es einen himmelweiten Leistungsunterschied, ob ich nach einem stressigen Arbeitstag zum Fußball gehe und vielleicht sogar auf dem Weg noch Berufliches zu klären habe, oder ob ich mir vor dem Spiel Gedanken machen kann, wie ich herangehen will, was ich ausprobieren möchte, wie ich mein Spiel im Vergleich zum letzten Mal verbessern kann. Gerade über Laufwege denke ich dabei viel nach und Laufwege sind genau das, was ich bei Götze seit seiner Rückkehr heftig daneben finde (Stöger sieht das im Übrigen offensichtlich ähnlich). Das sind so meine Grundüberlegungen zur Beeinflussung von Nebenaktivitäten und das begründet meine kritische Sicht darauf.
      "Muss denn so was wirklich sein? / Ist das Leben nicht viel zu schön? / Sich selber so wegzuschmeißen / und zum FC Bayern zu gehen! / Was für Eltern muss man haben, / um so verdorben zu sein, / einen Vertrag zu unterschreiben / bei diesem Scheissverein?"