Die BVB Fanwelt, wie sie mir nicht gefällt

  • Vorne weg möchte ich anmerken, dass ich mit den folgenden Zeilen keinen persönlich angreifen möchte. Es ist einfach nur etwas, das ich schon länger loswerden will und das mir in den letzten Monaten aufgefallen ist.

    Der BVB hat nach den Bayern die meisten Fans in Deutschland. Wir selbst bezeichnen uns sehr gerne als die besten Fans der Welt. Sicherlich sind wir außergewöhnliche Fans und haben das in der sehr schweren Hinrunde unter Beweis gestellt. Wobei auch hier die Treue zum Trainer und zur Mannschaft aus den sehr erfolgreichen Jahren davor entstand und nicht, weil man bei uns grundsätzlich viel mehr Geduld mit Trainern in schweren Abstiegs ähnlichen Situationen hätte.

    Was mich sehr stört und sehr verwundert, ist der ganze Hass, den BVB Fans auf alles und jeden haben. Die BVB Fanszene scheint von Hass, vielleicht auch Neid, teilweise zerfressen. Wenn man bestimmte Dinge nicht hasst, dann wird einem schon mal abgesprochen, dass man ein echter BVB Fan ist.

    Wie kann man es schließlich wagen als BVB Traditionsvereins-Fan überhaupt einen gewissen Respekt oder gar Sympathie für Dietmar Hopp und somit für Hoffenheim zu haben? Nicht erst das Fadenkreuz-Plakat hat doch ganz klar gezeigt, welche Marschroute hier die einzig richtige ist.

    Ich will an dieser Stelle einmal die Feindbilder des "echten" BVB Fans aufzählen:
    • FC Bayern München
    • FC Schalke 04
    • Hoeneß
    • Rummenigge
    • Sammer
    • Tönnies
    • VFL Wolfsburg
    • TSG 1899 Hoffenheim
    • Bayer 04 Leverkusen
    • RB Leipzig
    • Ingolstadt
    • Kommerz
    • Moderne Technik
    • Schiedsrichter
    • Der jeweilige Gegner
    • Zweikampfhärte der gegnerischen Mannschaft
    • Götze
    • Lewandowski
    • Stadionverbote
    • Nationalmannschaft
    • DFB
    • DFL
    Das ist eine Liste, die über die vergangenen Monate und Jahre entstanden ist. Bei den Themen Moderne Technik, Kommerz, Hoeneß und Rummenigge kann man sicherlich darüber streiten, aber auch hier ist Hass ein viel zu großes Wort. Der Rest ist für mich teilweise Neid, teilweise Angst und vor allem einfach nur die Überheblichkeit das nichts anderes besser ist als der BVB.

    Die liebe, oft beschworene Tradition, die aus meiner Sicht mehr Blind für Neues macht, als das sie irgendetwas hält, ist für mich ein Grundproblem der BVB Fans. Natürlich kann man Projekten wie Leipzig, Ingolstadt usw. kritisch gegenüberstehen. Aber warum muss das gleich in totalem Hass enden? Warum muss man gleich den Kopf der jeweiligen Führungen fordern. Ist das Projekt Hoffenheim wirklich so schlecht? Oder ist es nicht auch eine gute Art einen Fußballverein zu führen, zu etablieren und in einigen Jahrzehnten als Traditionsverein zu bezeichnen?

    Wie soll heute ein neuer Verein nach oben kommen, wenn er sich jetzt gründet? Wenn ich heute einen Verein gründe und ihn finanziell gut unterstütze und dieser sich dadurch innerhalb einiger Jahre in die erste Liga spielt, dann muss man den Verein natürlich hassen, weil er ja nicht 1909 gegründet wurde!

    Warum ist in jedem Spiel der Schiedsrichter an den Niederlagen oder Gegentoren Schuld? Warum ist jede Gelbe Karte gegen uns unberechtigt? Warum spielen die Gegner immer! überhart und wollen nur unsere Jungs verletzen? Warum gibt es Stimmen, die Stadionverbote nicht gut heißen, wenn "Fans" entsprechend gehandelt haben?

    Warum verkommt die Südtribüne immer mehr zu einer Protesttribüne? Statt Anfeuerungsplakate oder Banner für die Mannschaft kommen ständig irgendwelche Protestbanner gegen X oder für Y. Was soll der Quatsch? Schlussendlich scheinen die waren "Eventies" (auch so ein unnötiges Wort) auf der Süd zu stehen.

    Es ist einfach unfassbar mühsam in so vielen Threads dann auch noch die üblichen Verschwörungstheorien zu lesen. Hass, Verschwörung und alles von Außen ist das abgrundtiefe Böse und will uns nur schlechtes. Eine verdammt miese Haltung für Fans eines eigentlich großartigen Vereines.

    So schön unsere Fanfassade von Außen glänzt, gibt es im Inneren sehr viel Neid, Hochmut, Selbstüberschätzung, Hass und Angst, die für mich persönlich es teilweise sehr schwer machen.

    Vielleicht bin ich am Ende doch kein BVB Fan mit Herzblut, denn aus der oben genannten Liste hasse ich keinen. Ich mag Rummenigge, die Bayern und die Schalker nicht, aber das war es dann auch schon. Mit Hass, Neid und Angst ist man bei mir gänzlich falsch.

    Ich würde mir wünschen, dass BVB Fan sein sich wieder mehr über das Positive darstellt und definiert. Spieler kommen und gehen, völlig egal welcher Verein kommt. Lewa wäre so oder so am Ende gegangen. Egal, ob zu Bayern, Madrid oder sonst wem. Der wollte einfach nicht bleiben. Götze wäre vielleicht erst später gegangen, aber mit all dem Glamour und Glanz, den er mag, wäre er wohl auch bereits weg.

    Es sind nicht immer die Bayern, böse Mächte, die DFL, der DFB oder sonst wer die bösen. Wir schaffen uns anscheinend nur gerne selbst absolute Feindbilder, um deutlicher herauszustellen wie toll wir als BVB Fans doch sind und wie schlecht alle anderen sind. Wir sind über allen und allem erhaben - das ist zumindest das Gefühl, das ich bekommen habe in den letzten Monaten und Jahren.

    Für mich bin ich auch ohne diesen ganzen Hass ein echter BVB Fan, denn Echte Liebe definiert sich für mich nicht über den Hass und die Abgrenzung zu anderen.
    When you get sad, stop being sad and be awesome instead!

    1.159 mal gelesen

Kommentare 18

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    marcusbodensee -

    Ich denke schon, dass Kevin bei etlichen Dingen Recht hat. Das mit dem Hass ist sicher ein starkes Wort und trifft sicher nicht auf jeden zu. Egal wie man's nennt, eine gewisse Erhabenheit/Überheblichkeit über zahlreiche andere (siehe die Liste) mine ich schon zu spüren. Und alle die, die sich die tolle Unterstützung, die halt vorwiegend über die Süd kommt, mit auf die Fahne schreiben, die müssen sich halt auch "Hopp im Fadenkreuz" mit auf ihre Fahne nehmen. Mir persönlich sind die anderen Vereine alle ziemlich wurscht! Ich definiere mich über das was bei uns -zumeist Tolles- passiert. Das "die anderen nieder machen, schmähen, etc." brauche ich nicht.

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      Skeletor1909 -

      Ich denke du kannst die Süd loben und gleichzeitig dich von "Hopp im Fadenkreuz" distanzieren. Was auch in der Regel getan wird. Da muss man einfach differenzieren, denn Idioten hast du überall.

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      marcusbodensee -

      Ja klar kann man das eine toll finden und dann andere verurteilen! Logusch! Aber man nicht auf der einen Seite das tolle Unterstützen als "Eigenschaft" der Süd anführen, sondern muss das andere auch anführen! So war es gemeint!

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    usbjt -

    Das finde ich überhaupt nicht. Ich will jetzt nicht sagen ganz im Gegenteil, aber auf keinen Fall herausragend aus dem, was man von anderswo mitbekommt. Wobei das ja bei weitem nicht so viel ist, wie aus der Anhängerschaft des "eigenen" Vereins. Rivalität, auch heftige, ist das Salz in der Suppe, überbordenden Hass sehe ich nicht, jedenfalls nicht im überaus mächtigen Sinne des Terminus'. Und schon gar nicht exklusiv.

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    09th -

    Glaube es geht da eher darum das man komplexe Dinge auch mal gern auf ein minimum runterbricht, einfach auch weil nach dem 5 Bier zwar noch Restverständnis für anders denken und fühlende vorhanden ist, aber nicht mehr für andere Vereinsfarben. Hass ist das dann nur in seiner extremen, übertriebenen Art, davor ist das einfach nur herauskitzeln des Unterschiedes. Wir beschimpfen und wir beleidigen uns und nach dem Abfiff treffen wir uns an der Bar zum Milch trinken. Ich kenne so viele andere Fans und jeder schimpft auf den BVB redet von blöden Zecken ect und bekommt dann die passende Antwort von mir aber hassen tun wir uns nicht. Wir haben nur unterschiedliche Zugehörigkeiten. Das es bewusste Feindlilder in diesem Sport gibt es auch natürlich, da haben macnhe eine 100 jährige echte Tradition wo schon der Großvater mit dem Enkel das erste Spiel im Stadion sah und daneben gibte sdann Vereine die nur Dank Koffein Flügel in die Liga schweben ect. Aber wie geschrieben Hass ist da für mich ein viel zu großes Wort und Empfindung, andere Meinung und Einstellung die man laut und deutlich sagt und worüber man sichs chön streiten kann...was wäre dieser Sport ohne genau das?....

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    BoulderRedneck09 -

    würd' ich hassen, wär' ich hool! demnächst mehr!

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      usbjt -

      Das glaub' ich noch nicht mal, Micha. Hools sind noch mal 'ne ganz andere Nummer. Aber das ist, wie gesagt nur Glaube, da ich in dieser Sphäre über Kenntnisse nicht verfüge. Besser is'.

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    Borussina -

    Mit Deinem Blog habe ich ein Problem. DEN BVB-Fan, der alles "hasst", was nicht schwarzgelb ist, gibt es einfach nicht. Wie genau ist denn der Eindruck bei Dir entstanden, dass jeder BVB-Fan von Hass zerfressen ist? Ich hätte mir schon gewünscht, dass Du "DEN Fan" etwas differenzierter betrachtet hättest. So ist mir Dein Beitrag leider viel zu pauschal. Wenn ich so in unserem Forum um mich schaue, dann würde ich bei den wenigstens Usern sagen, dass sie vom Hass beseelt sind und selbst wenn, dann doch nur punktuell. Keiner deckt das gesamte Spektrum ab, was Du aufgelistet hast. Teilweise fällt der Ausdruck "Hass" bei einigen Usern im Eifer der Emotionen in gewissen Situationen und teilweise wird nur etwas rüder der Unmut geäußert. Daraus eine Generalabrechnung über a.l.l.e BVB-Fans zu generieren finde ich abenteuerlich. Ich unterstelle Dir einfach einmal, dass Du starke Thesen formulieren wolltest und dadurch nicht differenziert hast. Solltest Du von Deinen Aussagen jedoch überzeugt sein, sorry - dann bin ich kein BVB-Fan, denn mit Hass-Gedanken kann ich nicht dienen.

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    malenkov58 -

    No one like us, we don´t care...leider ist diese Haltung (wohl entstanden so um 1995) noch in vielen Köpfen drin. Das macht das alles zwar nicht verständlich aber manches erklärbar.

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    Skeletor1909 -

    Interessante Ansätze, aber auch schwierig zu beantworten, denn es gibt DEN BVB Fan ja schlicht nicht. Da sollten wir auch nicht anfangen ein Horrorszenario eines solchen Musterfans zu zeichnen. Jeder Fan wird unterschiedliche Hassobjekte haben und einige Dinge werden aus Prinzip nicht gemocht weil es sich nun mal so gehört. Was mich am meisten stört ist, dass die meisten "Hassobjekte" natürlich immun gegen jede Form von relativierenden Argumenten sind und da ist es fast egal wie gut das Argument tatsächlich ist. Am Ende wird doch an der Ausgangsmeinung festgehalten und es ist als ob es gar nichts gibt was dagegen spricht. Meist halten sich auch die Falschmeldungen oder dramatisierten Meldungen eher im Fangedächtnis als die positiven Meldungen. Hab ich jedenfalls das Gefühl. Richtigstellungen oder ähnliches werden meist ignoriert. Natürlich ist es relativ normal, dass man als Fan eines Clubs auch eine Rivialität mit der Konkurenz lebt und ich denke häufig ist es auch gar nicht so schlimm gemeint wie es manchmal klingt. Manche Ansichten sind aber auch so abstrus, falsch, irrational und restistent gegen jede Vernunft, dass da auch keine Meinungsänderung möglich ist. Aber letztendlich müsste man auch immer Ergründen warum Fan A so denkt, warum Fan B sich dem anschließt und warum Fan C vielleicht mit dem Kopf schüttelt. Hass ist aber wirklich ein schlechter Wegbegleiter. Ich habe an den in der Liste aufgezählten Dingen eine Menge auszusetzen und wenn ich das kritisiere kann vielleicht auch der Eindruck des Hasses, des Neids usw. entstehen. Aber so schlimm ist es dann aber meistens doch nicht gemeint. Letztendlich hassen (oder lieben) wir wenn auch nur medial vermittelte Bilder von diesen Dingen und da kommt es auch drauf an aus welchen Quellen wir diese Bilder nehmen oder ob uns bewusst ist, dass wir da einfach nur einen Zirkus sehen und es eigentlich nicht ernst nehmen sollten.

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      Sankar -

      Da ist auch viel Wahres dran. Mein Blog ist auch mehr der Ausdruck eines Gefühls, einer Beobachtung, vielleicht eines Trends, dem ich gern etwas entgegentreten würde. Vielleicht denkt man noch einmal darüber nach und lässt den Hass etwas absinken. Aber du hast Recht: Einiges an Abneigungen oder vielleicht auch Hass kommt häufig auch durch Falschmeldungen.

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      Skeletor1909 -

      Klar. Ist nur eine Sammlung von Eindrücken. Kann ich auch alle nachvollziehen. Nachdenken sollte natürlich jeder über sein eigenes Verhalten. Da tritt jeder ja mal daneben. Grundsätzlich muss man sich aber mit den individuellen Personen auseinandersetzen. Die Argumente einzeln entkräften. Ich bin auch der Meinung, dass Spieler des FC Bayern oder Schalke 04 einfach nur Menschen mit Fehlern sind. Wie beim BVB auch. Und die Abneigung kommt bei mir meistens auch aus anderen Gründen. Tönnies ist für mich aufgrund seines Unternehmens schonmal unten durch. Das gleiche gilt für Hoeneß. Das färbt auch auf die Vereine ab. Das gleiche gilt für RB Leipzig. Mag ja gute Gründe geben, aber Red Bull ist ein widerliches Unternehmen für mich mit zweifelhafter Ethik. Wenn die dann einen Fußballverein züchten um mehr Werbung zu machen, dann können die da sportlich machen was sie wollen. Es ist und bleibt ein Kunstprodukt von einem Unternehmen mit widerlicher Ethik. Da kann ich dann auch nicht anders.

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    Harmageddon -

    Danke für diesen Post! Du sprichst mir aus der Seele, vor allem der grenzenlose Hass gegen Konkurrenten und Schiedsrichter und die Verschwörungstheorien nerven mich auch. Beim Thema Hoffenheim/RB teile ich zwar nicht deine Haltung diesen Vereinen gegenüber, werde das vielleicht auch demnächst mal ausformulieren, bin aber auch der Meinung, dass man sich auch damit sachlich auseinandersetzen muss und mit blindem Hass nicht weiterkommt.

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      Sankar -

      Freue mich darauf, wenn du einmal deine Sicht zum Thema Hoffenheim und Co in einem Blog darlegst.

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      Lechfeldborusse -

      So,nun ist endlich Feierabend und ich kann mich dem Blog widemn.

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      Lechfeldborusse -

      Also das Thema Hoffenheim beschäftigt mich schon eine ganze Weile. Ehrlich gesagt finde ich keinen plausiblen Grund den Verein zu HASSEN - da gibt es eigentlich gar keinen den ich derart verabscheue denn Hass ist im Sport und auch sonst grundsätzlich fehl am Platze. Um jemanden oder etwas abgrundtief abzulehnen respektive zu hassen muss tiefgreifendes passiert sein das einen persönlich trifft und das hat mir kein Mitglied oder Spieler eines anderen Vereins jemals angetan,auch kein Fan. Man muss sie nicht unbedingt mögen aber respektvoll mit dem Gegner umzugehen ist für mich Prinzip. Was Dietmar Hopp mit seinem Engagement möglich gemacht hat ist schon beeindruckend und für mich hat diese starke Ablehnung die teils in Hass mündet grundsätzlich mit Neid zu tun. Hopp hat aus dem was ihm in die Wiege gelegt wurde Erstaunliches geschaffen - erst das Unternehmen SAP und später die TSG Hoffenheim. Er hat in der Region ein ausgesprochen hohes Ansehen und das zu Recht. SAP ist als erstklassiger Arbeitgeber bekannt der nach hohen ethischen Werten agiert. Da Hopp sich NICHT wie ein neureicher Oligarch gebärdet sondern durch seinen persönlichen Erfolg mit seinem Geld der REGION etwas Gutes tun wollte und es noch tut wird gern vergessen bzw übersehen - vor lauter Hass. Armselig ist sowas. Keiner bei der TSG und schon gar nicht Dietmar Hopp ist in irgendeiner Weise dem Größenwahn verfallen,ganz im Gegenteil. Er ist im Bereich Wohltätigkeit einer der großzügigsten Menschen die wir im Lande haben,nur hängt er das nicht an die große Glocke wie so manch anderer Promi. Hoffenheim hatte das Glück einen lokalen Mäzen und Gönner in Hopp zu bekommen der so völlig anders zu Werke geht als ein Kühne in Hamburg oder ein Abramowitsch in London. Auch der FCA steht nur aufgrund des Engagements eines Gönners (Walther Seinsch) dort wo er jetzt steht denn das "Wunder" war ursprünglich für Reutlingen vorgesehen!! Aber die dortigen Verantwortlichen wollten nicht,zickten rum und waren nicht bereit Seinsch freie Hand bei seinen Entscheidungen zu lassen.......tja,und nun ist das kleine Augsburg im Konzert der Großen dabei. Die Fussballwelt der jetzigen Generation ist überhaupt nicht mehr mit derjenigen der Anfangsjahre der Liga zu vergleichen. Romantik ist ja schön,sehr schön sogar aber von Romantik allein kann kein Verein überleben - er muss sich finanzieren um bestehen zu können. Wie er das macht dazu hat jeder Klub andere Vorstellungen und ja - Tradition muss man sich erwerben und kann nicht gekauft werden. Aber jeder verein,JEDER - auch ein BVB oder Schalke haben mal klein angefangen und sich die heute hochgehaltene Tradition in Generationen erarbeitet.........im wahrsten Sinne des Wortes. Ein Verein wie die TSG,wie der FCA,der SC Freiburg usw braucht viele Jahre um sich annähernd eine Fanbasis aufzubauen die die alten Vereine seit Generationen ihr eigen nennen. Aber sie deswegen verteufeln,abzulehnen,mit Nichtachtung strafen,verächtlich auf sie herabsehen?? Nein!! Überall wird versucht im Rahmen der Möglichkeiten gute Arbeit zu leisten und den Menschen der betreffenden Region Erstligafussball zu bieten. Wir in Augsburg freuen uns nach wie vor riesig im Konzert der Großen dabei zu sein und nicht anders sehen das die Menschen in Hoffenheim,Freiburg,Paderborn und Mainz. Dies mit bescheidenen Mitteln zu bewerkstelligen macht sehr stolz! WOB und Leverkusen haben natürlich durch die großen Konzerne im Hintergrund noch ganz andere Möglichkeiten,auch das kann und muss man akzeptieren denn Fussball ist heutzutage in erster Linie Geschäft und gleich danach Entertainment. Das bringt ganz andere Menschen ins Stadion als zu Zeiten wo der Ball schwarzweiss war und KEIN Zuschauer einen Vereinsschal geschweige denn ein Trikot des Vereins im Stadion trug!! Die Gesellschaft hat sich verändert und mit ihr der Sport. Was damals gültig war ist es heute eher nicht mehr oder nur noch bedingt. So schön die Tradition ist und auch unbedingt erhalten werden sollte bringt sie dennoch KEINEN EINZIGEN Punkt mehr als bei einem Verein der erst beginnt sich eine Tradition zu erschaffen. Es wird leider oftmals viel zu viel durch die Vereinsbrille betrachtet,diese manchmal etwas zu lupfen wäre nicht die verkehrteste Idee da es den Blick aufs Wesentliche erweitert. Niemand muss für alles Verständnis haben,muss alles gut finden was andere machen,muss sich mit anderen Vereinen beschäftigen wenn sie einem egal sind aber etwas respektvoller und entspannter miteinander umzugehen würde manchmal viel Stress und schlechte Laune vermeiden. In diesem Zusammenhang fällt es mir auch schwer bzw ist es völlig unmöglich Schalke04 als Schei***04 zu bezeichenen. Vielleicht fehlt mir das Ruhrpottgen um das Ganze so zu betrachten wie es manche tun aber ich respektiere Blau04 als äußerst traditionsreichen Verein dessen Anhänger mit demselben Herzblut dabei sind wie wir beim BVB. Die Chaoten und Berufsrandalierer nehme ich hier grundsätzlich aus denn die haben mit dem Fussball NICHTS aber auch gar nichts am Hut........sowas ist für mich niemals Fan sondern nur unsagbar dämlich. Man könnte das noch ewig weiter ausführen aber ich glaube man kann erkennen in welche Richtung sich das bei mir bewegt.

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    Lechfeldborusse -

    Toll geschrieben Kevin!!! Danke für die vielen Anhaltspunkte.....ich werde mich später nach der Arbeit ausführlich dazu äußern denn jetzt fehlt mir die Zeit dazu.